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Feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse im Klosterkirchensaal

 

Am Sonntag, 18.7. bekamen 39 Abiturientinnen und Abiturienten des Joachim-Hahn-Gymnasiums ihre Zeugnisse feierlich im Klosterkirchensaal des Blaubeurer Klosters überreicht. Wobei man das „überreicht“ natürlich in Anführungszeichen setzen musste. Denn die Schülerinnen und Schüler holten sich ihre Schale mit Zeugnis, Preisen und den hübschen Geschenken der jungen Schüler*innen pandemiebedingt selbst ab. Einiges musste anders sein, als in früheren Jahren. So fand die Feier in zwei Etappen statt, damit genug Abstand gelassen werden konnte. Die Chöre des JHG konnten nicht live auftreten, hatten aber Musikstücke aufgezeichnet. Diese wurden vom Band abgespielt. Dies spiegelt ein wenig die Mühen wider, die Schüler*innen und Lehrer*innen auf sich nahmen mussten, um gut durch die durch die Pandemie so zerrissene Schulzeit in den letzten zwei Jahren zu kommen. So meinte Frau Gengnagel, eine der Lehrerinnen, dass die Abiturzeit schon sehr anstrengend gewesen sei, alles so gedrängt und Spitz auf Knopf. Und es einem für die Schüler*innen echt auch Leid tue, dass das gemeinsame Abhängen und Feiern nur so eingeschränkt möglich gewesen sei. Und doch sei am Ende alles gut gegangen. Auch Frau Mangold, Lehrerin für Englisch und Religion, zog ein positives Fazit: „Man kann die Schüler*innen jetzt ins Leben gehen lassen. Sie sind einfach tolle junge Menschen“. Dass dem wirklich so ist, zeigte exemplarisch Pascal Werner, der als Scheffelpreisträger für die beste Leistung in Deutsch eine Rede halten „durfte“. Mit der Traumnote von 1,0 war er überdies Jahrgangsbester. Pascal meinte, dass eigentlich jede und jeder es verdient hätte da vorne zu stehen, wo er jetzt steht. Und so formulierte er charmant die Sicht auf die vergangenen zwei Jahre aus der Perspektive der einzelnen Leistungskurse. So bemerkte er aus Sicht der Biologie und angesichts der anstrengenden Abiturvorbereitung während Corona: „Der natürliche Lebensraum von uns Schülern war in der Zeit der Abiturvorbereitung der Raum vom Schreibtisch zum Bett und wieder zurück“. Und für die Mathematiker stellte er fest: „Jeder hat gehofft, dass die Schulzeit nicht wie Pi ist – also nicht unendlich weiter geht.“ Die Abifeier hat gezeigt, dass die Schulzeit tatsächlich endlich ist. Diese war anstrengend. Aber mit der Zeugnisübergabe fand sie ein feierliches und für die meisten Schüler*innen erfolgreiches Ende.

Frau Fleischer blickte in ihrer Rede mit Bezug auf die Klosterregeln des Benedikt von Nursia in die Zukunft der Schüler*innen. Sie wies auf den Gedanken der Herzensbildung hin. Auf die moralische Notwendigkeit, als zukünftige Entscheidungsträger der Gesellschaft Rücksicht zu nehmen auf die Schwachen in der Gesellschaft.

Gute und wichtige Worte. Aber diese sind noch Zukunftsmusik. Nun ist zuerst einmal das Feiern angesagt. Und der aktuelle Soundtrack dazu ist: School‘s out, wie Cindy Gnann vom Leistungskurs Musik mit ihrem Schlagzeugsolo zu Alice Coopers Hit eindrücklich in den Klosterkirchensaal hinein trommelte.

 

Wir wünschen allen Abiturient*innen von Herzen alles Gute!


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