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Musik-Leistungskurs Klasse 12 in Wien

Wien – was bist Du doch für eine wundervolle Stadt...!
Voller Vorfreude standen wir – der Musik-Vierstünder des JHGs – am Dienstag, den 15.10., am Blaubeurer Bahnhof und hatten Angst, dass wir unseren Zug nach Wien nicht erreichen würden. Aber, keine Sorge – alles lief dann doch wie geschmiert. Während der Zugfahrt machten Theresa und Britta bereits die ersten diversen Bekanntschaften mit anderen Fahrgästen und Herr Wieczorek mit einem sich übergebenden Kleinkind, während der Rest des Kurses mit Lernen, Lesen, Schlafen und Spielen bestens beschäftigt war. Nach der Ankunft erlebten wir erste nächtliche Wien-Impressionen im Schnelldurchlauf – unser Lehrer ist ganz schön fit . Den Abend ließen wir bei Speis` und Trank (mit gutem Service – höhöhö) gemütlich im Café Votiv ausklingen, ehe wir dann müde in unserem sehr international geprägten Hostel in die weichen Betten fielen.
Am Mittwoch starteten wir nach einem leckeren Waffel-Frühstück im Hostel in der Musikhochschule und hospitierten in Professor Stoehrs Dirigierunterricht, wo wir feststellten, dass diese Studenten gar nicht so viel drauf haben und sich unsere eventuellen zukünftigen Musikstudenten keine Sorgen zu machen brauchen. Auch der berühmte und leider sehr überfüllte Stephansdom durfte in der Mittagszeit natürlich nicht fehlen, woraufhin wir im Café Hawelka echte Wiener Kaffeehausluft schnuppern durften und die ersten Eindrücke bei Sachertorte, Quarktopfen und Apfelstrudel sacken lassen konnten. Im Rahmen einer bemühten Führung im „Haus der Musik“ konnten wir auch unser Talent im Klavierspielen und im virtuellen Dirigieren der Wiener Philharmoniker unter Beweis stellen – Applaus aller Orten. Während die einen am frühen Abend an der „schönen blauen Donau“ flanierten und Kunst erkundeten, hospitierten die anderen bei Prof. Neubauer im Klarinettenunterricht an der Musikhochschule, was wegen des hohen Niveaus sehr beeindruckend gewesen ist und auch durch die Gespräche einen interessanten Einblick in das Leben von Musikstudenten ermöglicht hat. Bei einem nächtlichen Talentwettbewerb im Hostel haben wir uns durch eindrucksvolle musikalische Darbietungen Freigetränke ersungen und erspielt, was uns auch mit Menschen in aller Welt ins Gespräch gebracht hat.
Der Donnerstag startete im „Schönberg-Center“, in dem wir unter anderem gelernt haben, dass unsere „vorbereitende“ Roman-Lektüre nicht immer den historischen Tatsachen entsprach – wie gut, wenn man mit Experten spricht. Nach einem köstlichen Mittagessen im „Vapiano“ durften wir eine reizende Führung durch das „Leopold-Museum“ erleben, im Rahmen derer unser Schwerpunktthema (Wien um 1900) voll ausgeschöpft werden konnte. Erschöpft von so vielen Impressionen, fielen wir müde aber glücklich zur Siesta in unsere Betten, um für das Konzerterlebnis am Abend fit zu sein. Das geniale Konzert und auch der eindrucksvolle, goldene Konzertsaal machten uns beinahe sprachlos – wie gut, dass Herr Wieczorek uns ein leckeres Pausengetränk spendiert hat. In der Musiker-Bar „Code 1842“ ließen wir in ausgelassener Stimmung den Abend ausklingen, was dazu führte, dass Amelie und Theresa es fast nicht mehr pünktlich schafften, sich in die prosaische Anwesenheitsliste einzutragen – aber Gott sei Dank, sie haben es noch geschafft!
Schloss Schönbrunn ließ uns am Freitagvormittag Sissi-Luft schnuppern und die Gartenanlage genießen – zusammen mit etwa einer Million Asiaten. Naschmarkt und Shopping bildeten das Mittagsprogramm, woraufhin wir eine aufschlussreiche und spannende Führung durch den Wiener-Musikverein und seine verschiedenen Säle erleben durften. Abends chillten wir bei tiefgründigen Gesprächen mit Nudelbox und Frühlingsrollen vor der Karlskirche.
Am letzten Tag unserer Reise ging es zu einem absoluten Must-see der Wiener Kulturszene: nämlich in die Wiener Staatsoper. So schön und eindrucksvoll das Gebäude auch ist; die Masse an Menschen erdrückte uns beinahe, sodass wir all das Prunkvolle leider nur in Maßen genießen konnten. Um uns von all dem Trubel ein wenig zu erholen, zog es uns zu sämtlichen Stars aus dem Musikunterricht – die allerdings alle bereits tot sind. Dennoch konnten wir ihnen auf dem sogenannten Zentralfriedhof ganz nahe sein. Beethoven, Schubert, Brahms, Mozart, Falco, Udo Jürgens – R.I.P. Natürlich durfte zum Abschluss ein köstliches, traditionelles Wiener Gericht nicht fehlen: gemeint ist selbstverständlich das Wiener Schnitzel, das sogar unsere Vegetarier schwach werden ließ. Erschöpft aber glücklich saßen gegen 14:30 Uhr wieder alle im Zug zurück in die Heimat, wo Theresa sich die Zeit mit Tattoo-Malen („I love music, girls and Wieczorek“) auf Fabians muskulösem Oberarm vertrieb, während die anderen lernten, plauderten und schliefen. In München überließ uns Herr Wieczorek dann unserem Schicksal – dennoch kamen wir wohlbehalten wieder zu Hause an.

Die Wien-Fahrt war für uns alle ein prägendes Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird und den Kurs noch mehr zusammenschweißte. Fazit: fünf von fünf Sternen!

„Wien, Wien, nur Du allein, sollst die Stadt meiner Träume sein!“

Musik-Leistungskurs Klasse 12

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