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Slowenien-Austausch vom 23.-30. März 2019

Wir unternahmen unter anderem einen Höhenflug in die julischen Alpen nach Planica, wo wir uns bis ganz nach oben auf eine der berühmten Skisprung- und Skiflugschanzen quälten. Der idyllische See von Bled lud zu einem entspannten Spaziergang und vor allem zum Genuss einer riesigen „Kremschnitta“ ein. Außerdem tauchten wir ein in die Welt der Höhlen von Skocjan, die eine ganz eigene Atmosphäre besitzen – ob mit oder ohne funktionierende elektrische Beleuchtung :-)

Ein Tag am Meer – was will man mehr? In den Secovlje-Salinen konnten wir eine äußerst leckere Schokolade mit echtem Meersalz probieren. Mit Piran erkundeten wir danach das wohl schönste Küstenstädtchen Sloweniens! Einen tollen Abschluss der Woche bildete der Tag in Ljubljana mit „street kitchen“, Bootsrundfahrt und Schlossbesichtigung.

Wir sagen „Hvala!“ und „Nasvidenje!“ - „Danke und auf Wiedersehen!“ Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen mit den Begleitlehrerinnen Lisa Renz und Ellen Denk.

Wer mehr über diesen tollen Austausch und eine schöne Woche in Slowenien erfahren möchte, kann mit nachfolgendem Auszug aus den Berichten der Schülerinnen und Schüler noch mehr Eindrücke gewinnen:

Internationaler Schüleraustausch zwischen dem Joachim-Hahn-Gymnasium Blaubeuren und dem Gimnazija Škofja Loka vom 23. bis 30. März 2019 Am 23. März 2019 haben wir uns auf die achtstündige Reise nach Slowenien gemacht. Um acht Uhr morgens haben wir uns am Graben in Blaubeuren getroffen. Trotz Müdigkeit waren wir voller Vorfreude, unsere Austauschschüler wieder zu sehen. Die Busfahrt war lang, jedoch sehr spaßig. Als wir dann nach wenigen weiteren Stunden unserem Zielort Škjofa Loka immer näher kamen, waren wir alle sehr aufgeregt, da wir wussten, dass jeder einzeln in seiner Gastfamilie untergebracht wird. Als wir endlich ankamen, wurden wir herzlich empfangen, wir fühlten uns sofort willkommen und waren gespannt, was die folgende Woche für neue Erfahrungen bringen würde.

Sonntag war der einzige Tag, der komplett mit der Gastfamilie verbracht wurde. Nach dem Frühstück gingen die meisten von uns mit ihren Austauschschülern zum Wandern, um die Landschaft von Slowenien kennenzulernen.

Am Montagmorgen wurden wir ganz herzlich vom Schuldirektor und allen anderen Schülern mit einer Präsentation zum Thema Škofja Loka empfangen. Im Anschluss daran fanden unterschiedliche Workshops statt. Einer davon thematisierte Slowenien und seine Stars, und ein anderer die slowenische Sprache, bei dem wir die Ähnlichkeiten zwischen deutscher und slowenischer Sprache kennengelernt haben. Wir haben auch ein klein wenig Slowenisch gesprochen, was sogar einfacher war als gedacht. Als wir die Workshops erfolgreich beendet hatten, haben wir ginger bread, einen traditionellen slowenischen Lebkuchen, hergestellt. Am Nachmittag standen dann sportliche Aktivitäten auf dem Programm. Am Ende des Tages hatten wir viel über den Alltag der Schüler und über das ein klein wenig andere Leben von ihnen erfahren.

Am Dienstag haben wir uns zuerst wie immer um 8 Uhr an der Schule getroffen. Mit dem Bus sind wir von Škofja Loka in Richtung Škocjanske jame gefahren. Dazwischen haben wir eine kurze Pause bei ein paar Seen gemacht. Die Höhlen von Škocjanske sind Teil des UNESCO Weltkulturerbes und wir durften während der Tour die vielen besonderen Steine und Gänge bewundern. Ganz besonders war für uns auch der Fluss Reka, der durch die Höhle fließt, bzw. sie sogar erschaffen hat. Obwohl wir in Deutschland auch viele und berühmte Höhlen haben, ist die Škocjanske jame doch wirklich sehenswerter als die uns bekannten Höhlen. Nach der Tour durch die Höhlen fuhren wir weiter zu den Salinen. Dort konnte man Salz für die Familie kaufen und die Salinen besichtigen. Die Salzproduktion hat hier eine sehr lange Tradition. Danach sind wir nach Piran gefahren, wo wir zuerst gemeinsam das Zentrum besichtigt und anschließend freie Zeit am Meer hatten. Piran ist besonders bekannt für den venezianischen Stil und seine Stadtgeschichte. Mit dem Wetter hatten wir Glück, und es war relativ warm und sonnig.

Am Mittwoch ging es dann „hoch hinaus“: nach ca. einer Stunde Fahrt waren wir in Planica an der Schanze angekommen, an der der Japaner Ryoyu Kobayashi 4 Tage zuvor den Schanzenrekord von 252 Meter aufgestellt hatte. Nach kurzer Pause, in der wir die Landschaft auf uns wirken ließen, machten sich einige von uns an den hohen Aufstieg. Natürlich nur diejenigen, die Lust auf die ca. 1100 Stufen Lust hatten. Ein paar haben auch nach der Hälfte aufgegeben, aber die meisten, die angefangen haben, haben es dann auch (irgendwann) geschafft. Und der Aufstieg hat sich gelohnt: Die Aussicht war gigantisch. Die Berge rund herum mit Schnee und eine tolle Sicht von der Schanze.

Anschließend fuhren wir dann ins Mojstrana Berg Museum. Dort erfuhren wir viel über die slowenische Bergwelt und die Besteigung der slowenischen Berge. Nach einer lehrreichen Stunde ging es dann weiter nach Bled. Bled ist ein See mit traumhafter Kulisse und einer kleinen Insel mit Kirche im See. Einige gönnten sich nach einem anstrengenden Ausflugstag dort eine traditionelle „Kremschnitta“.

Am Donnerstag, den 28. März 2019  startete unser sechster Tag in Slowenien um 8 Uhr in der Schule. In Kleingruppen bekamen wir von unseren Austauschschülern eine Stadtführung durch Škofja Loka. Die Stadt ist schon im Mittelalter entstanden, und davon ist auch heute noch einiges zu sehen. Nach einer kurzen Pause begannen wir eine römische Ralley namens "Locopolis" durch die Altstadt. Es gab viele Stationen, wie zum Beispiel eine Zukunftsvorhersagerin und ein Casino, wie es damals war. Nach einer selbstständigen Mittagspause bekamen wir eine deutsche Führung durch das Schloss, welches oberhalb der Stadt liegt. In diesem Schlossmuseum ging es vor allem um die Geschichte und die Entstehung von Škofja Loka. Um circa 14 Uhr war die Führung beendet und wir trafen uns mit unseren Austauschschülern unten in der Stadt wieder, um den restlichen Tag mit ihnen zu verbringen.

Der Freitag begann wie jeder andere Tag um 8 Uhr morgens an der Schule. Von dort aus fuhren wir gemeinsam mit unserem Bus in die Hauptstadt von Slowenien, nach Ljubljana, und verbrachten dort den Tag. Zuerst hatten wir eine Stadtführung, bei der wir unter anderem auf die France Prešeren-Statue eingingen, das Rathaus, den Robba-Brunnen, den Anker oder auch die Uni und noch vieles mehr. Zum Schluss der Stadttour hatten wir noch eine kleine Bootstour auf dem Fluss Ljubljanica, der durch die Stadt fließt und 41 km lang ist. Bei der Bootstour erfuhren wir die Bedeutungen der fünf unterschiedlichen Brücken, die sich in der Innenstadt befinden und nicht weit voneinander entfernt sind. Die zentralste und bekannteste Brücke heißt „Drei Brücken“, weil drei Brücken direkt nebeneinander liegen. Außerdem sahen wir noch die „Drachenbrücke“ (die einzige Autobrücke), die Schusterbrücke und zwei neuere Brücken, die Metzgerbrücke und die Fischmarkt-Brücke. Nach der lehrreichen Stadtführung, bei der wir viel über die Geschichte von Ljubljana erfahren haben, sind wir gemeinsam noch auf die Burg von Ljubljana, welche auf einem Hügel über der Stadtmitte liegt und von der man einen schönen Blick auf die ganze Stadt hat. Von der Burg aus hatten wir dann für den restlichen Tag Freizeit und verbrachten noch einen schönen letzten Tag in Ljubljana mit unseren Slowenen, mit denen wir uns später dort getroffen haben. Am Abend gegen 20 Uhr trafen sich alle noch einmal in Škofja Loka, um einen schönen Abend zu verbringen und um die bereichernde Woche schön abzuschließen.

Am 30. März 2019 mussten wir leider die Rückreise nach Deutschland antreten. Wir hatten viel in dieser Woche erlebt, jedoch freuten wir uns auch wieder auf unser gewohntes Umfeld. Der Abschied fiel uns allen schwer und es flossen auch einige Tränen. Zum Glück sind aber einige Wiedersehen geplant. In diesem Austausch wurden viele Freundschaften geschlossen.

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